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Indien - Goa und Karnataka
Teil 1 [2]
Unser Indien-Urlaub im November 2001 kam eigentlich durch einen Zufall zustande. Mein Freund und Kollege Joe und ich sahen zufällig beide an einem Sonntag im Frühjahr 2001 eine kleine Indien-Reportage (insbesondere bezogen auf den Staat Goa) in Focus-TV. Als wir uns einige Tage später wieder trafen, beschlossen wir spontan "Da wollen wir hin !". Dann ging es an die Vorbereitungen - welche Impfungen braucht man, einen Rucksack kaufen usw. Wir hatten uns entschlossen, kein Hotel sondern nur den Flug zu buchen und in Indien dann mit Reiseführer (Lonely Planet), Rucksack u. öffentl. Verkehrmitteln den Staat Goa und den Nachbarstaat Karnataka zu erkunden.
Zur kurzen
Information:
Während dieser faszinierenden 4 Wochen haben wir so vieles erlebt und gesehen, dass es den Rahmen sprengen würde, alles hier zu erwähnen. Ich kann nur sagen, dass die Inder ein sehr freundliches, höfliches und hilfsbereites Volk sind. Man hat sich teilweise sogar extrem gefreut, einen "Westler" und insbesondere Deutsche zu treffen und hat uns behandelt wie "Wundertiere". Sprachlich kommt man übrigens mit einem guten Maß an Englischkenntnissen in Goa hervorragend zurecht, in entfernteren, weniger westlich eingestellten Staaten, dürfte es schwieriger werden. Man sollte sich aber bezügl. der Freundlichkeit nicht täuschen, was die Behörden betrifft - wird man als Tourist in einen Verkehrsunfall o.ä. verwickelt, ist man schon mal gründsätzlich schuldig und die Beamten möchten dann gerne mal so 200 - 500 US$ sehen, bevor sie einen wieder gehen lassen. Dies haben wir zwar nicht selbst erlebt, aber es wurde uns von anderen Touristen, die wir dort kennengelernt haben, berichtet. Zu den Lebenshaltungskosten: Es ist dort unglaublich billig ! Für Hotels haben wir umgerechnet zwischen 7 u. maximal 25 DM pro Tag bezahlt. Das Hotel für 25 DM hatten wir in den letzten ca. 12 Tagen vor unserem Abflug und die Zimmer waren sauber, mit vernünftigen sanitären Anlagen (was bei anderen Hotels, in denen wir waren, keineswegs selbstverständlich war) und einem großen Süßwasserpool. Die Bedienung (6 Inder) war auch prima. Natürlich gab es bei keinem der Hotels Frühstück o. Halbpension - sowas scheint man in Indien nicht zu kennen. Für ein üppiges Diner incl. Getränken legten wir ca. 12-17 DM auf den Tisch, ein Bier (0,65 L) örtliches "Kingfisher Lager Beer" kostete ca. 2,30 DM und ein Longdrink (erheblich mehr Alkohol als hier, ungefähr ein "dreifacher") kostete ungefähr das selbe.
Wir hatten uns
auch für 5 Tage je eine 500ccm Enfield (altes, englisches Motorrad - wird in
Indien gebaut) geliehen. Dafür haben wir insgesamt 50 DM + Sprit bezahlt. Die
Vermietung lief per Handschlag, der Vermieter bekam das Geld in bar, wollte
keinen Vertrag und wollte auch keinen Führerschein sehen - er meinte nur, wir
sollen die Maschinen dann am Mittag des fünften Tages wieder bei ihm abgeben -
unglaublich! Abschließend kann ich Goa und dort insbesondere Anjuna absolut empfehlen - ich werde auch selbst irgendwann noch einmal dorthin zurückkehren. Der Flug dauerte übrigens mit 2x Umsteigen (Hannover - Amsterdam - Mumbai - Goa) beim Hinflug 18 Std. und beim Rückflug 22 Std. Das wunderschöne Hotel mit den netten Indern als Bedienung findet man übrigens auch im Internet unter www.anjunavilla.com. Hier sind noch ein paar weitere Bilder und den dazugehörigen Beschreibungen.
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Updatet 16.10.2002 - Copyright © 2002 by Rainer Giesecke |